Kromis verhalten sich territorial?

Kabou ist kein ausgeprägter Wachhund, aber territoriales Verhalten ist trotzdem deutlich vorhanden, was aber erst mit der Pubertät zum Vorschein kam.

 

Hört Kabou im Treppenhaus Menschen oder Hunde, die nicht ins Haus gehören, meldet er dies durch Bellen deutlich an. Meist lässt er sich jedoch nach einmaligem Kläffen dadurch zur Ruhe bringen, wenn ich ihm sage, dass alles okay ist.

 

Verlassen wir das Haus und ich bin noch an der Tür, während Kabou schon auf dem Bürgersteig ist, werden alle Menschen, die sich in seine Richtung bewegen, fixiert und vehement angebellt. Davon lässt sich Kabou dann auch nicht ganz so leicht abbringen. Je jünger die Menschen, desto deutlicher bringt er seinen Unmut zum Ausdruck. Demnach spielt er sich bei Kindern leider am Meisten auf.

 

Sind wir gemeinsam unterwegs, sind Kabou andere Menschen egal. Die meisten ignoriert er und geht brav an ihnen vorbei oder lässt sie an uns vorbeiziehen.

 

Angezeigt wird auch schon mal, wenn Kabou auf unserem Sofa sitzt und aus dem Fenster schaut. Dann sieht er nämlich direkt auf den Eingang eines Nachbarhauses. Da er die Leute nicht wirklich kennt, gibt's da also häufiger mal Menschen, die angezählt werden müssen. Allerdings äußert sich das eher durch Knurren als durch Bellen.

 

Hin und wieder hat Kabou auch solche Anwandlungen in "seinem" Park: Dann rennt er auf irgendwelche Leute zu, spielt sich vor ihnen auf und kläfft sie wie irre an. Ich kann mir wirklich nicht erklären, warum er das gelegentlich macht und dann wieder ewig nicht...

 

Auch das Haus und Grundstück meiner Eltern ist Kabous Reich, weshalb auch dort alles angebellt wird, was "dort nicht hingehört". Leider gehören dazu auch die Nachbarn, wenn sie sich auf ihrem eigenen Grundstück aufhalten, aber vom Garten meiner Eltern aus zu sehen sind...

 

Am Deutlichsten zeigt sich Kabous Territorialverhalten jedoch, wenn andere Hunde bei uns zu Besuch sind. Die werden nämlich in einer Tour gemaßregelt: Mein Sofa, mein Körbchen, mein Spielzeug, mein Wasser, mein Frauchen,... Kurz gesagt: ALLES MEINS!

 

Das kann durchaus schon mal anstrengend werden. Dann wird nicht nur gebellt, sondern richtig gestritten und versucht, den anderen zu unterwerfen. Je nach dem wie sehr sich der andere Hund das gefallen lässt, artet das auch mal in einen kleinen Kampf aus.

 

Eine kurze Weile lasse ich Kabou meist gewähren. Schließlich ist es ja sein Heim. Aber irgendwann muss es dann auch mal gut sein. Außerdem nervt mich dann der Lärmpegel. Und die Besucherhunde sollen sich bei uns ja auch wohl fühlen.

 

Richtig gut akzeptiert Kabou zu Hause vor allem Nelly und den langen Fuchsbau.

 

Interessant ist übrigens, dass Kabou überhaupt keine Hemmungen kennt, wenn er selbst andere Hunde besucht. Dort wird nämlich total frech alles annektiert: Das Körbchen, das Spielzeug, die Leckerlis, ...