Kromis sind temperamentvoll?

Oh ja!

 

So süß Kromis auch sind - als reine Schoßhunde eignen sie sich überhaupt nicht! Kromis sind sehr lebhaft, die auch entsprechend gefordert werden wollen.

 

Ich nenne Kabou auch gerne mal liebevoll Flummi, wenn er seine eingebauten Sprungfedern benutzt und aus dem Stand mal eben bis auf Schulterhöhe springt. Auch sonst drückt er seine Freude stets mit Herum- oder Anspringen aus. Und natürlich mit dem Kromi-typischen Grinsen oder Lachen. Ich habe es bisher leider auch nicht wirklich geschafft, Kabou das Anspringen komplett abzugewöhnen.

 

Kabou tobt für sein Leben gern. Ist gerade kein Hund da, mit dem er sich austoben kann, muss ich herhalten. Dann wird auf dem Sofa oder dem Boden gerangelt, an mir geknabbert, auf mich raufgeklettert, durch mein Gesicht geleckt, an den Haaren gezogen, unter den Pullover geschaut,...

 

Mit anderen Hunden toben, ist natürlich noch viel schöner. Am besten draußen. Mit manchen Hunden rangelt Kabou dann lieber; zum Beispiel um einen Stock. Wobei es ihm nie um das Besitzen des Stocks geht, sondern nur ums Rangeln und Raufen. Hat er den Stock ergattert und der andere Hund will ihn nicht zurück erobern, lässt Kabou den Stock gleich fallen und läuft weiter.

 

Mit anderen Hunden rast Kabou um die Wette und es wird fangen gespielt. Dabei verausgabt er sich dann so richtig. Das kann er ewig machen.

 

Genau darin liegt aber auch ein Problem: Kromis überschätzen sich da häufig mal. Selbst wenn sie eigentlich schon groggy sind, finden sie kein Ende und machen immer weiter, wenn sie erst mal aufgeputscht sind. Gerade bei Welpen muss man dann mal für ungeliebte Zwangspausen sorgen.

 

Beim Toben und Spielen geht mit Kabou das Temperament gerne mal so richtig durch: Dann überdreht er total, springt rum, kläfft wie angestochen, knurrt und grunzt dabei,... Wer ihn nicht kennt, könnte meinen, er will seinen Spielkameraden angreifen. Das ist aber eine komplette Fehleinschätzung: Je mehr er diese Geräusche von sich gibt, desto besser gefällt es ihm! In dieser aufgeputschten Situation ist Kabou auch nicht wirklich leicht zu beruhigen oder zum Spielabbruch zu bewegen.

 

Kromis brauchen regelmäßge und viel Bewegung. Mit Kabou bin ich mindestens 3 mal täglich draußen. Insgesamt kommen wir durchschnittlich drei Stunden Frischluft am Tag; oftmals auch auf mehr. Wenn das Wetter mitspielt, sind wir gerne mit dem Fahrrad unterwegs, denn traben oder laufen findet Kabou viel besser als mein langsames Fußgänger-Schneckentempo. Allein wenn ich das Fahrrad hervor hole, hat Kabou bereits ein dickes Kromi-Lachen im Gesicht und springt voller Vorfreude um mich herum.

 

Kabou blüht auch total auf, wenn wir neue Gegenden erkunden. Immer die gleiche Gassirunde ist nichts für ihn; das langweilt ihn. Ausflüge, wie zum Beispiel in den Harz, liebt er total. Dann wandert er gern den ganzen Tag mit mir.

 

Bin ich mal mal krank, gibt sich Kabou ausnahmsweise auch mal ein oder zwei Tage mit weniger Auslauf zufrieden, allerdings dreht er dann in der Wohnung deutlich mehr auf und hat anschließend draußen einen unbändigen Nachholbedarf.

 

Drinnen beschäftige ich Kabou zusätzlich mit Kopfarbeit. Dann darf er Tricks lernen, Intelligenzspielzeug benutzen (um an Leckerlis zu kommen), Leckerlis in der Wohnung suchen, Ausstellungstraining absolvieren,...

 

Ist Kabou körperlich wie geistig ausgelastet, schläft er tagsüber zwischendurch immer wieder. Spätestens wenn Kabou vor mir sitzt und mich vorwurfsvoll anstarrt, weiß ich, dass ich zu wenig mit ihm unternommen habe und dass er sich langweilt. Dann wird's höchste Zeit, ihn wieder zu fordern und zu fördern!