Warum im Rassezuchtverein der Kromfohrländer züchten?

Für mich stehen Tierschutz und Zucht nicht im Widerspruch, solange es sich zum einen um eine Hobby- und Liebhaberzucht und zum anderen um eine sehr gute Zuchtlenkung handelt. Denn Wesen, Gesundheit und Wohl der Hunde müssen für mich stets im Vordergrund stehen. Der RZV hat eine strenge Zuchtordnung und achtet darauf, dass nur gesunde und wesensfeste Hunde zur Zucht zugelassen werden. Außerdem stellt der RZV hohe Anforderungen an seine Züchter und die Zuchtstätten. Deshalb sind Kabou und ich Mitglied im Rassezuchtverein (RZV) der Kromfohrländer e.V.

 

Unter Berücksichtigung dessen, dass die Kromi-Rasse erst seit Mitte des letzten Jahrhunderts existiert, finde ich, dass die Kromfohrländer sehr gesunde Rassehunde sind. Sicherlich gibt es auch immer mal wieder kranke Kromis, die es wirklich hart getroffen hat, aber im großen und ganzen vererben die Kromis doch nur sehr selten Krankheiten.

 

Unter dem Aspekt der Vergrößerung des Genpools der Rasse, kann ich auch den Ansatz anderer Kromi-Vereine verstehen, fremde Rassen oder Mischlinge einzukreuzen. Aber für mich kommen nach dem Einkreuzen einfach keine Kromis auf die Welt, sondern "Mischlinge". Durch Verpaarung dieser "Mischlinge" und deren folgenden Generationen mit wiederum reinrassigen Kromis wird der Kromi-Anteil von Generation zu Generation wieder erhöht, bis (rechnerisch) wieder reinrassige Kromis geboren werden.

 

Allerdings haben natürlich auch andere Rassen und Mischlinge Probleme mit Erkrankungen, die an die Welpen weitergegeben werden können. Somit könnte man sich vielleicht sogar neue Baustellen in die Rasse bringen. Auch weiß man nicht wirklich, wie sich das Einkreuzen anderer Rassen auf das wunderbare Wesen und Aussehen der Kromis auswirken wird.

 

Daher glaube ich an die reinrassigen Kromis, weil ich so verrückt nach diesen aberwitzigen, fantastischen Hunden bin!

 

Für mich lautet der richtige Weg: Den Genpool durch Zucht mit mehr wesensfesten, gesunden und reinrassigen Kromfohrländern unterstützen!

 

Da draußen laufen so viele tolle Kromfohrländer herum. Wenn doch nur ein paar mehr davon in die Zucht gingen...  *seufz*   ... Dann würde sich der Genpool schon automatisch vergrößern.

 

Dabei will ich jetzt gar nicht auf die Zucht mit Hündinnen eingehen, denn das muss sehr wohl sehr gründlich überlegt werden:

 

Da kommen nicht nur einige Kosten auf die Besitzer zu. Sondern auch eine zwar sehr schöne und aufregende, aber dennoch sehr anstrengende Zeit! Man sollte sich mehr als nur sicher sein, dass man nicht nur die Zeit (mindestens 2 Monate lang) für einen 24-Stunden-Job hat. Außerdem muss man jede Menge Geduld, Liebe, aber auch Kraft und Energie mitbringen. Darüber hinaus sollte der feste Wille vorhanden sein, bereits gut sozialisierte Welpen an die neuen Besitzer abzugeben und auch nach der Abgabe in die neuen Familien noch mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen. - Trotzdem, oder besser gesagt, genau deswegen, freue ich mich natürlich auch über jede neue Zuchtstätte!

 

Aber die Rüden - die haben doch eigentlich nur ihren Spaß und kaum Verpflichtungen! Warum sind denn nicht alle gesunden und wesensfesten Rüden in der Zucht???