Ist es denn so ein Aufwand, mit einem Rüden in die Zucht zu gehen?

Nein, überhaupt nicht!

 

Als Rüdenbesitzer hat man fast gar nix zu tun, während die Besitzer der Hündinnen die ganze Arbeit haben:

 

  • Die Besitzer der Hündinnen machen sich wochen- oder monatelang schlau über potenzielle Welpenväter und nehmen dann Kontakt zu dem Rüdenbesitzer auf. 
  • Sie müssen auch die Zuchtstätte angemessen ausstatten: Wurfbox, Decken, Tücher, Spielzeug, Welpenfutter,...
  • Die Hündinnen nehmen während ihrer Stehtage die Reise auf sich. Der Rüde wartet zu Hause (ungeduldig) auf deren Ankunft.
  • Um für ein bisschen Zeit zu sorgen, in der sich die Verliebten näher kennenlernen können, oder um ein Nachdecken zu ermöglichen, kommen die Besitzer mit ihrer Hündin oftmals an mehreren Tagen zum Rüden oder suchen sich bei längerer Anfahrt sogar eine Unterkunft.
  • Rüdenbesitzer können bequem zu Hause bleiben: Keine stressige Fahrerei, keine Hotelkosten, ...
  • Nette Rüdenbesitzer sorgen allerdings wenigstens für ein bisschen Verpflegung und Unterhaltung für die Menschen der Hündin.
  • Hündinnen sind während der Trächtigkeit und der Aufzucht durchaus mal "speziell".
  • Nach der Geburt hat die Familie der Hündin für mindestens 2 Monate einen 24-Stunden-Job an 7 Tagen in der Woche und sie tragen die gesamten Kosten der Aufzucht und auch der tierärztlichen Versorgung.
  • Dort findet auch die so wichtige Sozialisierung in den ersten Lebenswochen der Welpen statt: verschiedene Untergründe kennenlernen, drinnen/draußen, alltägliche Geräusche, Besuch von Menschen jeden Alters, Besuch von Hunden (möglichst auch von anderen Rassen), Erkundung des Gartens, erste Autofahrten, erste Tierarztbesuche, erstes Sauberkeitstraining und ein bisschen Erziehung (kommen auf Ruf oder Pfiff vorm Füttern beispielsweise),...
  • Besitzer der Hündinnen bekommen zig Anrufe von Welpeninteressenten, die oftmals langwierig sind.
  • Die Welpeninteressenten möchten "ihren" Welpen natürlich auch kennenlernen und mehrmals zu Besuch kommen.
  • Die Besitzer der Hündin müssen die schwerwiegende Entscheidung treffen, in welche Hände sie den Nachwuchs übergeben.
  • Ihnen wachsen während der Aufzucht die Welpen arg ans Herz und müssen dann den Trennungsschmerz beim Umzug der Welpen in die neuen Familien aushalten.

  

Das einzige, was die Rüdenbesitzer - ebenso wie die Besitzer der Hündinnen - auf sich nehmen müssen, sind eine gesundheitliche Voruntersuchung beim Tierarzt und die Körung. Beides ist vom Zeit- und Kostenaufwand wirklich sehr überschaubar. 

 

Jetzt mal ehrlich: Da haben wir Rüdenbesitzer im Vergleich doch einen easy Job, oder? Daher meine Bitte an alle Rüdenbesitzer.