Cystinurie

Was ist Cystinurie?

Die Cystinurie ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung mit Transportstörung bestimmter Aminosäuren im Darmepithel und proximalen Nierentubulus.


Folge der Transportstörung ist eine erhöhte Ausscheidung der Aminosäure Cystin über den Urin. Aufgrund der Akkumulation von Cystin in hohen Konzentrationen im Harn und seiner schlechten Wasserlöslichkeit kristallisiert Cystin aus und es bilden sich Steine.


Die Harnsteine, die die klinischen Symptome verursachen, treten schon im Alter von 4 – 6 Monaten auf. Dabei kann es zu einem lebensbedrohlichen Verschluss der Harnwege kommen.


(Quelle: www.laboklin.de, 27.03.2015)

Test

Bisher gibt es leider noch keinen Test, mit dem man prüfen kann, ob ein Kromi die erbliche Veranlagung zur Cystinurie hat oder nicht. Der Rassezuchtverein der Kromfohrländer unterstützt die Forschung hierzu. Das Ergebnis dieser Forschung steht noch aus. Genaueres dazu kannst du auf der Seite des Rassezuchtvereins nachlesen.

Alternative

Daher bleibt uns nur die Untersuchung des aktuellen Status mittels COLA-Test mit Harnstatus inkl. Sediment- und ph-Wert-Bestimmung.

 

Dafür benötigt das Labor 5 ml Urin. Das ist nicht viel, sollte man meinen. Aber trotzdem damit begann eine echte Herausforderung für mein Frauchen und den Tierarzt, mit der sie zuvor nicht gerechnet hatten!

 

Eine Helferin, mein Frauchen und ich gingen raus: Ich sollte einfach nur Pipi machen. Ich wollte auch ein paar Mal das Beinchen heben, aber immer wenn die mit der Suppenkelle in die Nähe meines besten Stücks kamen, verschloss ich den Hahn sofort gründlich, sprang zur Seite und behielt meinen Urin lieber für mich.

 

Dann ging Frauchen mit mir (und der blöden Kelle!) anderthalb Stunden spazieren. Normalerweise hebe ich ja bei jedem 5. Grashalm mein Beinchen. Aber mit der Kelle in meiner Nähe, ließ ich mich nicht dazu hinreißen. Kein Baum, kein Busch, kein Maulwurfshügel,... Nix konnte mich vom Gegenteil überzeugen. 90 Minuten in freier Wildbahn und nicht einmal markiert! Das soll mir erst mal einer nachmachen!

 

Wieder zurück in der Praxis, wollte mein Tierarzt nicht glauben, dass ich als potenter Rüde das Beinchen nicht hebe. Also kam er auch mal mit raus. Aber auch ihm tat ich den Gefallen nicht! Gerade als die Menschen aufgeben wollten -wir waren schon auf dem Weg nach  drinnen- konnte ich es nicht mehr aufhalten. Der Tierarzt sprang mit der Kelle heran, woraufhin ich den Hahn wieder zudrehte. Aber ein kleines Bisschen hat er doch noch auffangen können. Also konnte die Urinprobe doch noch ans Labor gesendet werden. Nun warten wir auf das Ergebnis.